C-Level Produktloyalität. Die Kennzahl, die in keinem Lastenheft steht

ERP-Auswahl wird als Funktionsvergleich geführt. Entschieden wird sie über eine Frage, die sich vorher nicht messen lässt: Arbeiten die Menschen im Unternehmen später gern damit?

Ein ERP-System bindet ein mittelständisches Unternehmen für zehn Jahre und länger. Die Investition ist dabei der kleinere Teil der Entscheidung. Der größere ist die Frage, wie viel Arbeitszeit das System über diesen Zeitraum kostet oder freisetzt – und das entscheidet sich nicht im Lastenheft.

Warum Funktionsvergleiche das Wesentliche auslassen

Ein Lastenheft misst Zusagen. Es beschreibt, was ein System können soll, und prüft, ob ein Anbieter das bestätigt. Was es nicht messen kann, ist die Differenz zwischen Zusage und Alltag: ob eine Funktion in der Praxis so bedienbar ist, dass sie genutzt wird; ob der Support erreichbar ist, wenn eine Inventur stillsteht; ob sich das System noch anpassen lässt, wenn sich der Vertriebsweg ändert.

Diese Differenz ist der eigentliche Kostentreiber. Sie entsteht nach der Einführung, taucht in keinem Angebot auf und lässt sich mit den üblichen Auswahlinstrumenten nicht vorhersagen.

Es gibt eine Größe, die genau das abbildet


Produktloyalität beschreibt, ob Anwender dieselbe Entscheidung noch einmal treffen würden. Sie beantwortet drei Fragen: Hat die Lösung den Vorstellungen entsprochen? Würden Sie erneut kaufen? Würden Sie weiterempfehlen?


Der Unterschied zu jeder anderen Kennzahl liegt im Zeitpunkt. Produktloyalität entsteht erst nach der Einführung, nach dem ersten Jahresabschluss, nach dem ersten Releasewechsel, nach dem ersten größeren Störungsfall. Sie lässt sich nicht zusichern und nicht in ein Angebot schreiben. Genau deshalb ist sie für eine Investitionsentscheidung aussagekräftiger als jede Funktionsliste.


Aus Sicht der Geschäftsführung ist Produktloyalität vor allem eines: eine Risikogröße. Sie zeigt, wie häufig eine Einführung bei anderen Unternehmen so verlaufen ist, dass die Beteiligten sie wieder so entscheiden würden.

Warum das gerade jetzt an Gewicht gewinnt

Bis 2041 scheiden in Deutschland rund 13 Millionen Erwerbstätige aus dem Erwerbsleben aus. Der Engpass der kommenden Jahre ist damit nicht Kapital und nicht Technologie, sondern verfügbare Arbeitszeit.


Ein System, das im Alltag nicht angenommen wird, bindet diese Arbeitszeit doppelt: einmal in Umgehungswegen über Tabellen und Zuruf, einmal in Korrekturen. Ein System, das angenommen wird, setzt sie frei. Bei gleichem Funktionsumfang und gleichem Preis ist das der gesamte Unterschied.

Das zweite Risiko: Wer über Ihr System entscheidet


Produktloyalität beantwortet die Frage, ob eine Einführung gelingt. Sie beantwortet nicht die zweite Frage, die sich über einen Zeitraum von zehn Jahren stellt: Wer bestimmt in dieser Zeit, was mit dem System geschieht?


Im Markt für Unternehmenssoftware verschiebt sich diese Entscheidung derzeit – weg vom Anwenderunternehmen, hin zum Anbieter. Bezugsmodelle werden verengt, Betriebsvarianten eingestellt, Wechseltermine gesetzt. Für ein mittelständisches Unternehmen bedeutet das: Ein Modernisierungsprojekt kann durch eine Ankündigung ausgelöst werden, die mit der eigenen Planung nichts zu tun hat.


Dabei werden drei Dinge regelmäßig gleichgesetzt, die verschieden sind. Ein Lizenzmodell regelt die Abrechnung. Ein Betriebsmodell regelt, wo die Software läuft. Souveränität beschreibt etwas anderes: welche Handlungsmöglichkeiten einem Unternehmen bleiben. Eine gekaufte Lizenz auf fremder Infrastruktur ist nicht souveräner als eine Mietlizenz im eigenen Rechenzentrum. Und ein unbefristetes Nutzungsrecht sichert Kontinuität, aber weder Support noch Weiterentwicklung.


Vier Fragen trennen diese Ebenen sauber: Wem gehört das Nutzungsrecht? Wo läuft die Software? Wer verantwortet den Betrieb? Und wer entscheidet, wann ein Release eingespielt wird? Erst die Antworten auf alle vier ergeben ein Bild davon, wie abhängig ein Unternehmen tatsächlich ist.


Für die Geschäftsführung ist das keine technische Frage, sondern eine Frage der Planbarkeit. Nicht jedes Unternehmen braucht dasselbe Modell. Aber jedes sollte wissen, welches es gewählt hat und was daraus folgt.

Die Einführung entscheidet, nicht die Auswahl

Auswahlprojekte enden mit der Vertragsunterschrift, und genau dort beginnt der Teil, der über den Nutzen entscheidet. Ein ERP-System hebt keine Prozesse. Es bildet ab, was ein Unternehmen entschieden hat zu verändern.


Diese Entscheidung lässt sich nicht an ein Projektteam delegieren. Wo Abläufe zusammengelegt, Zuständigkeiten neu geschnitten oder gewachsene Ausnahmen abgeschafft werden, braucht es eine Festlegung auf Geschäftsführungsebene. Wird sie nicht getroffen, bildet das neue System die alten Umwege ab – nur teurer.


Was ein Anbieter dabei leisten kann, ist Einordnung: welche Veränderung sich lohnt, welche nicht, und in welcher Reihenfolge. Was er nicht leisten kann, ist die Entscheidung selbst.

Fünf Fragen für das nächste Auswahlgespräch


• Welche Bewertungen liegen von Unternehmen vor, die diese Lösung seit mehreren Jahren einsetzen – und nicht von Referenzkunden, die der Anbieter ausgesucht hat?


• Wie reagiert der Anbieter, wenn wir einen Prozess beschreiben, der nicht in sein Standardbild passt?


• Wer betreut uns nach der Einführung, und kennt diese Person unsere Prozesse oder nur das Produkt?


• Welche Entscheidungen erwartet der Anbieter von uns, bevor das Projekt beginnt?


• Wer bestimmt über Betriebsmodell, Releasezeitpunkt und Modernisierungstempo – und was ist davon vertraglich zugesichert?

Wie Anwender Softengine bewerten

Im Professional User Rating: Digital Solutions 2027 des Analystenhauses techconsult haben Anwender Softengine zum Champion im Lösungsbereich Warenwirtschaft gekürt. Befragt wurden 4.699 Anwendungsexperten zu neun Lösungsbereichen; im Bereich Warenwirtschaft erreichten 21 marktrelevante Anbieter einen Platz im Ergebnisdiamanten. Den Champion-Titel erhält nur, wer sowohl in der Anbieter- als auch in der Lösungsbewertung an der Spitze liegt.

Zur Produktloyalität hält techconsult fest, dass die herausragende Bewertung dafür spricht, dass Anwender die Software von Softengine erneut kaufen und sie uneingeschränkt weiterempfehlen würden. Senior Analyst Verena Bunk ordnet das Ergebnis so ein:

 

„Die hohe Kundenzufriedenheit bei Softengine basiert auf einem ganzheitlichen Leistungsangebot, das Produktqualität, persönliche Betreuung und praxisnahe Unterstützung miteinander verbindet.“

Ein Kunde beschreibt denselben Punkt aus der Praxis:

PraxiMed® Gruppe

„Für uns ist aber vor allem eines entscheidend: Softengine hört zu. Anforderungen aus dem Arbeitsalltag werden ernst genommen, gemeinsam diskutiert und nicht selten zu konkreten Lösungen weiterentwickelt.“

Was wir daraus ableiten


Eine Auszeichnung beschreibt einen Zustand. Interessanter ist, was daraus folgt. Wir richten unsere Entwicklung an drei Punkten aus: Entlastung im Tagesgeschäft statt mehrjähriger Programme. Die Befähigung von Unternehmen, Anpassungen selbst umzusetzen, statt für jede Änderung externe Entwicklungsleistung zu beauftragen. Und ERP-Souveränität: Zeitpunkt, Betriebsmodell und Tempo der Modernisierung bleiben Entscheidung des Kunden.


Nicht jedes Unternehmen braucht heute dasselbe ERP. Aber jedes braucht einen Weg in die ERP-Zukunft.

Für die Zukunft des Mittelstands –

mit Lösungen, die Anwender im Alltag lieben.

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