DSGVO betrifft mich und mein Unternehmen nicht! Oder doch?

In einer repräsentativen Umfrage bei ca. 700 Unternehmen, durchgeführt vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember 2017, kam heraus, dass bis zu diesem Zeitpunkt nur knapp über 50% der befragten Unternehmen, zum Zeitpunkt der Befragung, sich auf die DSGVO vorbereitet haben. Viele Unternehmen fühlen sich von der DSGVO nicht betroffen oder haben im schlimmsten Fall noch nichts davon gehört.

Knapp 70% der Unternehmen haben, Stand Dezember 2017, noch gar nicht oder gerade erst damit begonnen, DSGVO Vorgaben in die Praxis umzusetzen (siehe http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brepikt/201801BrepIKT.pdf).

Vor allem kleinere und Kleinst-Unternehmen sind durch die DSGVO überfordert. Bin ich von der DSGVO betroffen? Wen betrifft die DSGVO? Was muss ich jetzt machen? In der Regel gibt es keinen qualifizierten Datenschutzbeauftragen, der die DSGVO Themen angehen kann und diese inhaltlich beurteilen. Dennoch müssen sich (fast) alle Unternehmen auf die DSGVO vorbereiten. Die Strafen, die die DSGVO nach sich zieht sind enorm und können sogar existenzbedrohend werden. Bis zu 20 Millionen € oder 4% des weltweiten Vorjahresumsatzes sind keine geringen Beträge.

Wen betrifft die DSGVO?

Sofern Ihr Unternehmen personenbezogene Daten benutzt, sammelt oder besitzt, müssen Sie sich darauf vorbereiten.
Personenbezogene Daten sind u.a.:
-Name
-Adresse
-E-Mail
-Telefonnummer
-Geburtstag
-Kontodaten
-KFZ-Kennzeichen
-Standortdaten
-IP-Adressen
-Cookies.

Laut Definition der EU ist es egal, ob sich diese Informationen auf das Privat- oder Berufsleben beziehen, selbst Beiträge auf Social-Networking-Websites und medizinische Daten sind davon betroffen.

Es sind noch 72 (stand 14.03.2018) Tage bis zum 25.05. – bis dahin ist für etliche Unternehmen noch viel Arbeit zu erledigen.